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Ein kunst und geschichtsreicher Ort
Unter der Bezeichnung "Gnadenmutter" verstehen die Bewohner Brescia eine sehr beliebte
Glaubensstätte, die reich an Geschichte und Kunst ist. Es handelt sich hierbei nicht
um einen einzigen Ort, sondern um einen Monumental-
Die Struktur der Kirche Le Grazie wurde im Jahr 1963 mit dem Edikt von Papst Johannes
XXIII zur Basilica minor erhoben. Geplant wurde sie vom Architekten Lodovico Barcella
da Chiari. Die Bauarbeiten für die Kirche der Hieronymus-
Die Kirche weist eine sehr einfache Fassade mit einem schönen, skulpturreichen Portal
aus dem 15. Jh. auf, das aus der abgebrochenen Hieronymus-
Der Innenteil besteht aus drei Kirchenschiffen, die von korinthischen Säulen getrennt werden. Hier befinden sich überschwängliche barocke Stuck und Goldverzierungen und Fresken von großen Künstlern, wie Grazio Cossali, Francesco Giugno, Antonio und Bernardino Gandini, Pietro Marone, Tiburzio Baldini und Palma der Jüngere.
Gemalde und Fresken stellen eine Synthese der Mariengesichte von größtem Wert dar. In den Seitenaltaren sind die Zeugnisse der einst hier vertretenen religiösen Orden sichtbar.
Insbesondere entlang des rechten Seitenschiffes können zahlreiche Werke bewundert werden:
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In der Kapelle am Ende des Kirchenschiffes befindet sich die "Muttergottes mit dem Kind und mit Heiligen" von Moretto und das "Wunder des Hl. Martins" von Francesco Maffei.
Am Beginn des Presbyteriums steht das Denkmal an Kardinal Uberto Gambara aus 1560.
Im Presbyterium mit der Orgel der Gebrüder Serassi (1845) kann man
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Am Kopfteil des linken Kirchenschiffs befindet sich die Kapelle vom "Kreuz mit der Muttergottes und dem Heiligen Karl Borromäus".
Entlang des linken Kirchenschiffs befinden sich:
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Auf der Gegenfassade, der "Bethlehemitische Kindermord" von Tiburzio Baldini.
Von der linken Seite der Fassade gelangt man in den Kreuzgang. In diesem anmutigen kleinen Innenhof aus dem Rinascimento mit Bogengängen, der im Jahr 1951 umgebildet wurde, steht ein Brunnen mit der Muttergottes von Sante Callegari dem Älteren auf, der vom Heiligen Karl Borromäus anlässlich seines Besuchs im Jahr 1580 gesegnet worden sein soll.
Die Votivgaben an den Wänden des Kreuzganges und am Brunnen, sind von großem künstlerischem Wert. Eine Freskenkopie des wunderbaren Bildes der Gnadenmutter befindet sich an der Wand des Kreuzganges zur Erinnerung an den Besuch von St. Pius X., der als Bischof von Mantua den Krönungsfeiern von 1886 beiwohnte.
Vom linken Gang gelangt man in den Wallfahrtsort, der von Antonio Tagliaferri (1880-
Der Wallfahrtskirche weißt Säule und marmorverkleidete Wände, Mariensymbole, Wappen und kleine Spiralsäulen auf. Verziert ist sie mit zwei Fresken des Modesto Faustini. Andere Gemälde stellen hingegen Szenen aus dem Leben Marias ("Mariä Geburt', "Mariä Verkündigung", "Der Besuch Marias bei Elisabeth", "Die Hochzeit der Jungfrau", "Mariä am Fuße des Kreuzes", "Mariä Himmelfahrt" und einige Bilder des Cesare Bertolotti von Frauen aus dem Alten Testament dar. Am Altar befindet sich die Freske "Mariä Geburt“ von der Schule des Foppa (vielleicht von Andrea Bembo).
Bei einem seiner Besuche erklärte Fogazzaro, dass dies "der schönste moderne Wallfahrtsort Italiens" ist.
Die besondere Ergebenheit der Bevölkerung Brescia gegenüber diesem heiligen Abbild geht auf den 22. Mai 1526 zurück, als viele Einwohner die Mutter Gottes auf wunderbare Weise die Hände und Augen öffnen und schließen sahen, als erflehe sie irgendeine Gunst vom Göttlichen Kind, worauf das Jesuskind mit denselben sanften Gesten antworte.
Mons. Paolo Zane, Bischof von Brescia, beglaubigte und bestätigte diese Ereignisse.
Oh, Jungfrau, Maria Gnaden bitte für uns alle.
Maria, Heilige Jungfrau, die du vor Jesus Christus zu Liebesekstasen hingerissen bist;
Maria, Gebenedeite Mutter des Menschgewordenen Gotteswortes und Mutter unser, die du im Himmel mit Macht und Glorie gefeiert wirst.
Mutter, die du dich um die Note deiner Kinder sorgst, schau barmherzig auf diese Seelen, die dir mit ergebenem Vertrauen ihr Leid und ihre Ängste vortragen.
Oh, Jungfrau, Maria Gnaden bitte für uns alle.
Mutter der göttlichen Gnade, wir wagen weder, noch können dich bitten und möchten nichts Besonderes
von dir erbeten, weil du mit deinen mütterlichen Blick bereits siehst und verstehst, was wir benötigen
für unsere einfaches Leben.
Oh, Jungfrau, Maria Gnaden bitte für uns alle.
Nur dies bitten wir dich, Mutter unser: hilf uns Jesus aus unserem ganzen Herzen und mit all unseren Kräften zu lieben, zu verehren, damit alles von uns beständig dort verweilt, wo das wahre Leben ist. Amen.
Oh, Jungfrau, Maria Gnaden bitte für uns alle.
Paul VI und der Wallfahrtsort "Le Grazie"
Die besondere Verbindung zwischen Paul VI. und dem Wallfahrtsort "Le Grazie" geht
aus den Worten des Papstes in Brescia anlässlich des Angelus vom 8. September 1966
hervor: "Wie könnten wir hier in Brescia vergessen, dass der 8. September der Festtag
des Wallfahrtsortes "Madonna delle Grazie" ist, deren Pfarrkirche (heute Basilika)
neben dem Wallfahrtsort dieser Festlichkeit geweiht ist? Hier fanden gewöhnlich die
Treffen unserer Familie statt. An diesem frommen Ort, dem Haus und der Kirche des
Marienkults, reifte in jungen Jahren unsere Berufung zum Priestertum."
Am 30. Mai 1920 zelebrierte der gerade geweihte Priester G. Battista Montini am Altar des Wallfahrtsortes seine Primiz. Der junge Priester war noch keine 23 Jahre alt. Seine Familie wohnte neben dem Wallfahrt in Via delle Grazie 17.
Die Verbindung des späteren Paul VI. mit dem Wallfahrtsort "Santa Maria delle Grazie" blieb für lange Zeit erhalten. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sich die Familie Montini anlässlich des Marienfests am 8. September im Wallfahrtsort "Santa Maria delle Grazie" vereinte.
Einige Briefe, die "Don Battista" an seine Familienangehörigen schrieb, weil er
nicht persönlich am 8. September im Wallfahrtsort gegenwärtig sein konnte, zeugen
deutlich davon (vgl. Artikel von Don Angelo Bonetti, S. 138-
Aufgrund dieser Verbindungen von Paul VI. mit dem Wallfahrtsort "S. Maria delle Grazie" hat der Bischof von Brescia Mons. Luciano Monari, Aktor im Seligsprechungsprozess des Dieners Gottes Papst Paul VI., in Einvernehmen mit dem Kirchenanwalt der Causa Pater Antonio Marrazzo, den Wallfahrtsort als diözesanen Sitz für den Seligsprechungsprozess von Paul VI festgesetzt. Dies soll die dargebrachte Verehrung und Liebe gegenüber dem Diener Gottes fördern.
Aus dem “Testament von Paul VI”
"Starr ist mein Blick auf das Mysterium des Todes und auf das, was auf den Tod folgt gerichtet. Nur das Licht Christi kann es erhellen, deshalb sehe ich ihm mit ehrfürchtiger und unbeschwerter Zuversicht entgegen. Ich fühle die Wahrheit, die dieses Mysterium für mich immer auf das gegenwärtige Leben ausgewirkt hat und segne den Sieger über den Tod, weil er die Finsternis fugiert und das Licht enthüllt hat.
Angesichts des Todes, bei der ganzen und endgültigen Loslösung von diesem Leben, verspüre ich die Pflicht, das Geschenk, das Glück, die Schönheit, das Schicksal dieses vergänglichen Daseins zu preisen: Herr, ich danke Dir, dass Du mich ins Leben gerufen hast, und noch viel mehr, dass Du mich zum Christen gemacht hast und dadurch erneuert und zur Fülle des Lebens auserkoren hast.
Ich schließe die Augen auf dieser schmerzhaften, dramatischen Welt und erbitte für sie noch einmal die göttliche Güte. Ich segne euch alle noch einmal."
"Und was werde ich der Kirche sagen, der ich alles verdanke und die meine Kirche war? Gottes Segen sei über dir; sei dir deines Wesens und deiner Aufgabe bewusst; habe den Sinn für die wirklichen und tiefgründigen Nöte der Menschheit; und gehe arm, dass heißt, frei, stark und liebevoll auf Christus zu. Amen. Der Herr kommt. Amen."
Gebet zur Verherrlichung des Papst Paulus VI
Unser Herr, Jesus Christus, wir danken dir für das leuchtende Zeugnis von Papst Paul VI.,
den du uns als Diener des Evangeliums und als universalen Hirten beschert hast.
Seine glühende Liebe für Dich, seine Leidenschaft für das Gute deiner Kirche,
seine Weisheit und seine Ausgeglichenheit in Augenblicken der Anspannung,
haben unseren Weg gelenkt in den frohen Jahren des Konzils und in darauf folgenden,
die nicht einfach waren.
Sein leidenschaftlicher Dialog mit der Kultur auf der Suche nach der Wahrheit,
sein unermüdlicher Einsatz für den Frieden,
seine mutige Verteidigung für den Wert des Lebens,
sein Pilgern im Zeichen des Apostels der Völker,
seine prophetische Stimme beim Verkünden der Zivilisation der Liebe,
sind noch heute leuchtende Zeichen für die Kirche und für unsere Zeit.
Zeig uns dein Wohlwollen und wenn du willst, verherrliche deinen Diener Papst Paul VI,
damit sein Andenken erstrahlt vor der gesamten Kirche als Ansporn für einen frohen Glaubensweg,
mit einer der ganzen Kirchengemeinschaft,
mit einem glaubwürdigen und leidenschaftlichen Missionszeugnis.
Amen.
(Mons. Luciano Monari, Bischof von Brescia)
Bitte um Gnaden auf Furbitte des Dieners Gottes Papst Paul VI
Herr, unsere Armut treibt uns dazu, Dich um Hilfe anzuflehen.
Wir bitten Dich in der Gewissheit, dass Dein Vaterherz immer bereit ist,
die Anliegen Deiner Kinder anzuhören.
Papst Paul VI., der Papst des Dialogs, der Pilgerpapst, der Papst der Zivilisation der Liebe,
macht sich zum Interpreten für unsere Anliegen.
Mit ihm, Deinem guten und treuen Diener, der in Deiner Seligkeit ruht,
erheben wir unsere Anrufung.
Oh, Herr, gewähre uns auf Fürbitte von Papst Paul VI.
Deine Hilfe um diese Gnade zu erlangen: ...................................................................
Herr, Dein Wille geschehe.
Pater, Ave, Gloria.
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